Home arrow Wissenskapital arrow Gründer-Glossar
Gründer-Glossar PDF Drucken
Abschöpfungsstrategie: Preisstrategie, bei der ein Preis hoch angesetzt wird, um eine möglichst hohe Bruttomarge und somit eine hohe Gewinnabschöpfung zu erzielen; wird v. a. bei neuartigen Produkten oder Dienstleistungen mit wenig Alternativen für den Kunden angewandt 
Abschreibungen: Verteilung einer einmaligen Ausgabe für langfristig nutzbare Wirtschaftsgüter auf eine Anzahl von Jahren (Nutzungsdauer)
 
Absatz: die veräußerten Warenmengen (im Gegensatz zum Umsatz, der den Warenwert der veräußerten Warenmengen bezeichnet)
 
Aktiva: Summe der zur Verfügung stehenden Vermögenswerte, bestehend aus Umlaufvermögen und Anlagevermögen (Aktivseite der Bilanz)
 
Alleinstellungsmerkmal: Begriff aus dem Marketing, „einzigartiges Verkaufsangebot“, d. h. schlagendes Verkaufsargument oder spezielle Eigenschaft, welche einem Produkt oder einer Dienstleistung einen größeren Kundennutzen verschafft
 
Anlagevermögen: der auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesene Teil der Vermögensgegenstände, die dauernd dem Geschäftsbetrieb zur mehrmaligen, sukzessiven oder dauernden Nutzung dienen
 
Amortisationsdauer: Zeitraum, in dem die Investitionsausgaben einer Anlage wiedergewonnen werden, d.h. bis die erzielten Erlöse die Anschaffungsauszahlungen und die laufenden Betriebskosten decken, wichtig für Investitionsentscheidungen
 
Aufwand: Ausgaben einer Unternehmung für die während einer Abrechnungsperiode verbrauchten Güter, Dienstleistungen und öffentlichen Abgaben, die in der Erfolgsrechnung den Erträgen gegenübergestellt werden
 
Ausgaben: Verringerung des Geldvermögensbestandes (Zahlungsmittelbestand zuzüglich Bestand an Forderungen abzüglich Bestand an Verbindlichkeiten), also Abfluss von Zahlungsmitteln und/oder Eingehen von Verbindlichkeiten – Gegenbegriff: Einnahmen
 
Außerordentlicher Aufwand: Ausgaben, die nur in zufälliger Beziehung zum gewöhnlichen Geschäft eines Unternehmens stehen (Verluste aus Veräußerungen von Anlagevermögen, außerplanmäßige Abschreibungen etc.)
 
Außerordentlicher Ertrag: außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Erlöse (z. B. Börsengewinne, Verkauf von Maschinen über Buchwert, öffentliche Zuschüsse)
 
Auszahlung: Geschäftsvorfall, der zu einer Minderung des Zahlungsmittelbestandes (Bestand an Kasse zuzüglich Sichtguthaben bei Banken) führt – Gegenbegriff: Einzahlung – nicht zu verwechseln mit Ausgaben, Aufwendungen, Kosten
 
Best Case: Geschäftsszenario unter Annahme mehrheitlich positiver Bedingungen („günstigster Fall“)
 
Betriebsstoffe: Stoffe, die, ohne selbst in die Produkte direkt einzugehen (Rohstoffe, Hilfsstoffe), zur Durchführung des Fertigungsprozesses benötigt werden, z. B. Schmiermittel, Reparaturund Büromaterial
 
Bilanz: Aufstellung der Vermögens- und Schuldverhältnisse (Aktiva und Passiva) eines Unternehmens an einem Stichtag
 
Branding: Markenbildung bzw. -entwicklung durch konsequente Kennzeichnung des Produkts mit dem Ziel, sich von den Wettbewerbserzeugnissen zu unterscheiden und eine starke Kundenbindung zu erzielen. Wichtige Elemente sind der Markenname, das Erscheinungsbild sowie das Logo (Markenzeichen) des Produkts
 
Break-even-Point (Kostendeckungspunkt): Zeitpunkt, an dem die Gewinnschwelle überschritten und vom Unternehmen ein Gewinn erzielt wird (gibt das Absatzvolumen an, bei dem die erzielten Deckungsbeiträge den Kosten gleichen) 
 
Bruttomarge: Betrag, der vom Verkaufserlös oder Umsatz übrig bleibt, wenn die direkt mit dem Produkt oder der Dienstleistung zusammenhängenden Kosten abgezogen sind, oft ausgedrückt in Prozent vom Umsatz oder vom Preis
 
Buchgewinn/-verlust:
Gewinne (Verluste), die allein durch das Ausführen einer Buchungsoperation entstehen, indem ein im Wert gestiegenes (gesunkenes) Aktivum oder Passivum in der Bilanz im Wert angepasst wird
Buchhaltung: Instrument/Funktion zur Messung und Darstellung der finanziellen Lage und des Erfolgs eines Unternehmens
 
Bürgschaft: Verpflichtung eines Dritten (= Bürgen) gegenüber dem Gläubiger eines Schuldners, für die Erfüllung der Schuld einzustehen
 
Business Angel: vermögende Einzelperson, meist erfahrener Unternehmer, der eine Art Patenschaft für Gründer übernimmt und sie mit Kapital und vor allem mit Rat unterstützt (privater Venture-Capital-Geber)
 
Businessplan: Unternehmenskonzept, das klar und prägnant Auskunft gibt über alle Aspekte eines neuen Unternehmens, die für Investoren wichtig sind; dazu gehören Ausführungen zu Produktidee, Markt, Team und Führung des zukünftigen Betriebs, betriebswirtschaftliche Analysen etc.
 
Cash-flow (CF): der in einer Periode erfolgswirksam erwirtschaftete Zahlungsmittelüberschuss; der CF wird abgeleitet aus den Daten des Jahresabschlusses (bzw. Planzahlen), insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV); er ist Indikator für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens und zeigt an, welcher Betrag für die Rückzahlung von Verbindlichkeiten und für Investitionen zur Verfügung steht
 
Copyright: Urheberrechtsschutz, um Nachahmung einer Idee, eines Namens oder eines Produktes zu unterbinden
 
Corporate Identity: einheitlich gestaltetes Erscheinungsbild des Unternehmens auf allen Kommunikationsebenen mit dem Ziel einer positiven Selbstdarstellung nach außen und innen
 
Corporate Venture:Wagniskapital-Finanzierung innovativer Unternehmensgründungen durch bestehende (Groß-) Unternehmen. Die Gründer stammen entweder selbst aus dem bestehenden Unternehmen oder ihre Geschäftsidee ergänzt die Produktpalette besonders gut
 
Customizing: Begriff aus dem Marketing, beschreibt die Personalisierung („Maßschneidern“) von Produkten und Dienstleistungen für die Ansprüche des einzelnen Kunden
 
Debitorenlaufzeit: durchschnittliche Zeit in Tagen, die Kunden zur Begleichung von Rechnungen benötigen
 
Differenzierung: Begriff aus dem Marketing, beschreibt die Verschiedenartigkeit von Angeboten, d. h. wie verschiedene Produkte oder Dienstleistungen sich voneinander unterscheiden
 
Direct Mail: Kundenansprache durch direktes Anschreiben per Post (im Gegensatz zu Zeitungsinseraten oder TV-Werbespots); um ein bestimmtes Kundensegment anzusprechen, werden die Adressaten meistens nach speziellen demographischen Kriterien Ausgewählt 
Discounted Cash-flow-Verfahren (DCF): Methode zur Berechnung des Zukunftserfolgswertes eines Unternehmens, zu dessen Ermittlung nicht die Gewinne, sondern die dem Unternehmen in Zukunft potenziell enziehbaren Cash-flows auf den Bewertungsstichtag abgezinst werden; es wird davon ausgegangen, dass der Erwerber die dem Objekt entziehbaren Cash-flows entnimmt und zum Kalkulationszinsfuß anlegt bzw. dass nicht entnommene Cashflows mit derselben Rendite im Unternehmen verzinst werden 
Due Diligence: genaue Analyse, Prüfung und Bewertung eines Objektes im Rahmen einer geschäftlichen Transaktion (z. B. eines Unternehmens durch einen potenziellen Investor vor einer möglichenBeteiligung) 
Early Stage: Entwicklungsphase eines Unternehmens von der Firmengründung bis zum Marktauftritt und ersten Markterfolgen 
EBIT: Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern (engl.: Earnings Before Interest and Taxes) 
EBITDA: Gewinn vor Zinsaufwand, Steuern, Abschreibungen und Rückstellungen (engl.: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Allowances) 
Eigenkapital: Reinvermögen des Unternehmens: Aktiva abzüglich Fremdkapital; Eigenkapital besteht aus Grundkapital, gesetzlichen Reserven, übrigen offenen Reserven, Gewinnvorträgen, stillen Reserven 
Einnahmen: Erhöhung des Geldvermögensbestandes (Zahlungsmittelbestand zuzüglich Bestand an Forderungen abzüglich Bestand an Verbindlichkeiten), also Zufluss von Zahlungsmitteln und/oder Erwerb von Forderungen eines Wirtschaftssubjekts; Gegenbegriff: Ausgaben – nicht zu verwechseln mit Betriebsertrag, Einzahlung, Erlös, Ertrag 
Einzahlungen: Geschäftsvorfall, der zu einem Anstieg des Zahlungsmittelbestandes (Bestand an Kasse zuzüglich Sichtguthaben bei Banken) führt – Gegenbegriff: Auszahlungen – nicht zu verwechseln mit Einnahmen, Ertrag, Betriebsertrag 
Einzelkosten: spezifische Kosten, die einem bestimmten Bezugsobjekt (Produkt) direkt zugerechnet werden bzw. zugerechnet werden können 
Elevator Pitch: Kurzpräsentation eines Gründers vor möglichen Investoren mit dem Ziel, diese für eine Beteiligung zu gewinnen; die Vortragslänge beträgt nur wenige Minuten in Anlehnung an eine Fahrt mit dem Aufzug (engl. Elevator) 
Equity Story: möglichst überzeugende Darstellung der Erfolgsaussichten eines Unternehmens und deren Grundlagen für potenzielle Investoren und Aktionäre 
Erfolgsfaktor: Ist eine Größe, die eine Wirkung auf den Erfolg eines Unternehmens hat. Im Rahmen der Erfolgsfaktorenforschung wird zwischen strategischen Erfolgsfaktoren und kritischen Erfolgsfaktoren unterschieden. 
Erfolgsrechnung: bei der so genannten Gewinn- und Verlustrechnung werden für einen bestimmten Zeitraum die gesamten Aufwendungen eines Unternehmens den gesamten Erträgen gegenübergestellt, als Saldo wird der Jahresüberschuss (Gewinn) bzw. -fehlbetrag (Verlust) ermittelt 
Ertrag: Einnahmen, die einer Unternehmung aus dem Absatz von Gütern oder Dienstleistungen in einer Periode zugerechnet werden – Gegenbegriff: Aufwand 
Ertragsmodell: Beschreibt auf welche Weise das Unternehmen sein Einkommen erwirtschaftet. Aus dem Ertragsmodell und den Kosten ergibt sich die Margenstruktur des Geschäftsmodells und somit auch der Wert, den das Unternehmen für seine Eigentümer generiert. 
Ertragswertverfahren: Methode zur Ermittlung des Unternehmenswertes, hierbei werden die zukünftigen Unternehmenserfolge abgezinst und summiert 
Exit: Ausstieg von Investoren aus einer Investition (z. B. Verkauf von Aktienanteilen und Realisierung des Gewinns) durch Weitergabe/Veräußerung seiner Unternehmensanteile 
Exit-Strategie: Strategie zur Realisierung des Gewinns aus einer Investition 
Expansion Phase:weiteres intensives Wachstum eines (neuen) Unternehmens, z. B. nach ersten Markterfolgen (bei Unternehmensgründungen folgt diese Phase der Start-up-Phase) 
Finanzierung: Beschaffung oder Bereitstellung von finanziellen Ressourcen/Kapital für ein Projekt oder Unternehmen 
Finanzplanung: Analyse der finanziellen Situation eines Unternehmens und Prognose/Abschätzung der zukünftigen finanziellen Entwicklung, z. B. Kapitalbedarf 
First Mover Advantage: Vorteil des Erstanbieters eines neuen Produkts oder eines bestehenden Produkts in einem neuen Markt. Der First kann als Monopolist hohe Preise verlangen, bis andere Anbieter nachziehen. Allerdings trägt er auch das größte Risiko, da er – im Gegensatz zu den Nachzüglern – nicht aus den Fehlern anderer Unternehmen lernen kann 
Fixe Kosten: konstante Kosten, die von der jeweils betrachteten Kosteneinflussgröße unabhängig sind (z. B. Raummiete) und bei Beschäftigungsänderung konstant bleiben 
Franchising: Vertriebs- und Lizenzsystem, bei dem selbstständige Franchisenehmer Markenartikel oder Serviceleistungen eines Unternehmens (Franchisegeber) verkaufen, wobei letzteres die Geschäftspolitik bestimmt; der Franchisenehmer bezahlt eine Lizenzgebühr für das Konzept und den Namen 
Fremdkapital: einem Unternehmen für eine begrenzte Zeit zur Verfügung gestelltes Kapital, das mit Verbindlichkeiten verbunden ist, z. B. Zinszahlungen; unterschieden wird nach der Mittelherkunft und der Fälligkeit der Verbindlichkeiten, z. B. kurzfristiges und langfristiges Fremdkapital; Kapitalgeber erlangt keinen Anteil am Unternehmen 
Friends & Family: Personen, die bei einem Börsengang Anteile zu günstigeren Konditionen erhalten als der Markt. Dazu gehören zumeist Mitarbeiter und Geschäftspartner des Unternehmens 
Gantt-Chart: Übersicht über den zeitlichen Verlauf eines Projektes, in der verschiedene Projektaktivitäten in ihrer zeitlichen Abfolge und Dauer (durch Balken) abgebildet werden 
Geldfluss: siehe Cash-flow 
Gemeinkosten: solche Kosten, die sich keiner bestimmten Bezugsgröße exakt zurechnen lassen – Gegenbegriff: Einzelkosten 
Geschäftssystem: Beschreibung von Einzeltätigkeiten eines Unternehmens und deren gegenseitiger Abhängigkeit; das Geschäftssystem zeigt, welche Tätigkeiten wie ablaufen müssen, damit ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung erbracht werden kann 
Gewinn- und Verlustrechnung: siehe Erfolgsrechnung 
Going public: siehe IPO 
Haftungsfreistellung: bei bestimmten Förderkrediten übernehmen die Förderinstitute gegenüber den zwischengeschalteten Banken das Risiko der Rückzahlung, oft gegen Zinsaufschlag 
Handelsspanne: Unterschiedsbetrag zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis im Handel. 
Hard Money: Kapital, das eine Rendite erwirtschaften muss, z. B. Venture Capital 
Herstellungskosten: die durch die Herstellung eines Gutes entstandenen Kosten; sie können der internen Bewertung von selbst erstellten Vermögensgegenständen dienen und umfassen i. d. R. die Summe aus Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten sowie Materialeinzel- und Materialgemeinkosten 
Hilfsstoffe: diejenigen Stoffe, die bei der Fertigung in das Erzeugnis eingehen, ohne Rohstoff zu sein, also nicht wesentlicher Bestandteil des Erzeugnisses werden, sondern lediglich eine Hilfsfunktion im fertigen Produkt erfüllen (z. B. Klebstoffe, Lack etc.) 
Hurdle Rate: minimale Rendite, die erreicht werden muss, damit eine Investition interessant erscheint (bei Venture Capital: mind. 25 % pro Jahr) 
Inkubator: Bereitstellung von Infrastruktur (Büros, Labore, IT-Ausstattung etc.) sowie Gewährung von Beratungsleistung für Start-ups durch Kapitalgeber, die als Gegenleistung eine Gewinnbeteiligung oder Unternehmensanteile erhalten 
Insolvenz: Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens, die dann vorliegt, wenn es endgültig nicht mehr in der Lage ist, seine fälligen Geldschulden frist- und betragsgenau zu begleichen bzw. wenn eine Überschuldung gegeben ist. 
Investition: zielgerichtete, i. d. R. langfristige Kapitalbindung zur Erwirtschaftung zukünftiger autonomer Erträge 
IPO (Initial Public Offering, Going Public): erstmaliger Börsengang eines Unternehmens und Publikumsöffnung, d. h. eine breitere Öffentlichkeit erhält Gelegenheit, in eine Firma zu investieren 
Jahresfehlbetrag/Verlust: negativer Saldo bei der Erfolgsrechnung aufgrund eines Überschusses der Aufwendungen über die Erträge 
Jahresüberschuss/Gewinn: positiver Saldo bei der Erfolgsrechnung 
Kennzahlen: setzen in einem leicht fassbaren Zahlenausdruck verschiedene Größen in ein sinnvolles Verhältnis zueinander 
Killer Application: bahnbrechende Anwendung für eine neue Technologie 
Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU): Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern, höchstens 40 Mio. Euro Jahresumsatz, 27 Mio. Euro Bilanzsumme und weniger als 25 % der Unternehmensanteilein Fremdbesitz 
Konkurrenzanalyse: Analyse der Mitbewerber im gleichen Absatzmarkt mit dem Ziel, Stärken und Schwächen der Mitbewerber zu verstehen 
Kosten: bewerteter Verzehr von wirtschaftlichen Gütern materieller und immaterieller Art zur Erstellung und zum Absatz von Sach und/oder Dienstleistungen sowie zur Schaffung und Aufrechterhaltungder dafür notwendigen Teilkapazitäten; Kosten werden üblicherweise aus dem Aufwand hergeleitet (siehe auch fixe Kosten und variable Kosten) 
Kostenführerschaft: Es gibt immer nur einen Kostenführer je Geschäft, eine extrem eindeutige Strategie. Verfolgen Sie mehrere Wettbewerber im gleichen Geschäft, so wir i.a. eine immer unprofitabler werdende Konkurrenz die Folge sein.  
Kreditlimit: bis zu einem Maximalbetrag zugesagter und meist zeitlich befristeter Kredit, der nicht voll ausgeschöpft werden muss, wobei Zinsen nur auf den tatsächlich beanspruchten Betrag anfallen, für den nicht beanspruchten Teil aber häufig Bereitstellungsprovision 
Kreditorenlaufzeit: durchschnittliche Zeit in Tagen, die ein Unternehmen zur Begleichung seiner Lieferantenrechnungen benötigt 
Kundennutzen: Vorteile/Werte, die sich für den Kunden aus der Nutzung eines Produktes oder einer Dienstleistung ergeben 
Kundensegmente: Aufteilung eines Gesamtmarktes in spezielle Kundengruppen (= Segmente), die gewisse Kriterien, z. B. geographische, demographische oder soziale, erfüllen 
Kurzfristige Schulden: Schulden, die innerhalb eines Geschäftsjahres zurückbezahlt werden müssen (Kreditoren, Kontokorrent) 
Langfristige Schulden: Schulden, die nicht innerhalb von fünf Geschäftsjahren zurückbezahlt werden müssen 
Leasing: Mietgeschäft über Ausrüstungsgegenstände, Werkzeuge und Immobilien für den Gebrauch, wobei der Vermieter Eigentümer bleibt, der Mieter aber das Recht hat, den gemieteten Gegenstand nachträglich zu kaufen, und zwar unter teilweiser Anrechnung der bereits geleisteten Mietgebühren 
Letter of Intent (LoI): Vorvertrag für einen Beteiligungsvertrag zwischen Start-up und Investoren, der einer Absichtserklärung gleichkommt und Vorstellungen über die gemeinsame zukünftige Geschäftsverbindung formuliert 
Leverage: Grad der Fremdverschuldung eines Unternehmens, meistens ausgedrückt durch das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital 
Liquidation: Abwicklung eines Unternehmens durch Verflüssigung der Aktiva mit anschließender Bezahlung der Verpflichtungen und Auflösung des Unternehmens 
Liquidität: Fähigkeit, fällige Zahlungsverpflichtungen durch genügend flüssige Mittel zu erfüllen 
Lizenz: durch Vertrag erworbene Befugnis zur Herstellung oder Erbringung eines patentrechtlich geschützten Produktes oder einer Dienstleistung, meistens verknüpft mit einer Lizenzgebühr 
Lizenzgebühr: Gebühr, die bezahlt werden muss, um eine Lizenz zu erwerben 
Make or Buy: Entscheidung, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung selbst hergestellt (make) oder eingekauft (buy) wird 
Marge: Unterschied zwischen Verkaufspreis und Selbstkosten, auch Verdienstspanne genannt 
Marketing: Bearbeitung von Märkten, um (Tausch-) Geschäfte zu realisieren, durch die Kundenbedürfnisse befriedigt werden; in vielen Fällen eine Unternehmensfunktion (Marketing-Abteilung), oft auch eine Unternehmensphilosophie, bei der das betriebswirtschaftliche Handeln konsequent auf die Erfordernisse des Marktes ausgerichtet wird 
Marketing-Mix: Als Marketing-Mix bezeichnet man die spezifische Kombination der Marketinginstrumente und der einzelnen Aktionsparameter aus den Bereichen der Produktpolitik, der Distributionspolitik , der Kontrahierungspolitik und der Kommunikationspolitik. 
Marketingplan: Ein Marketingplan ist ein Dokument, das alle notwendigen Aktionen und Maßnahmen enthält, um spezifische Marketingziele zu erreichen. Darüber hinaus enthält der Marketingplan auch Informationen und Hintergründe, die die Aktionen und Maßnahmen begründen und erläutern. Ein Marketingplan kann für ein einzelnes Produkt, eine Dienstleistung, eine Marke oder eine Produktlinie erstellt werden. Er kann zeitlich auf ein oder mehrere Jahre ausgerichtet sein. Ein Marketingplan kann auch Teil eines Geschäfts- oder Businessplans sein. Grundlage für einen Marketingplan sind klare Marketingziele und Marketingstrategien, die ebenfalls im Marketingplan erläutert werden können.
Marktanalyse:
Analyse von Bezugs- und Absatzmärkten mit dem Ziel festzustellen, ob und wie ein bestimmter Markt ein Produkt aufnimmt 
Marktdurchdringung: prozentualer Anteil eines Anbieters X am Gesamtmarkt (der genau zu definieren ist) 
Markteintrittsschranken: Barrieren, die einem Unternehmen den Zugang zu einem (Absatz-)Markt erschweren bzw. nicht ermöglichen 
Markteintrittsstrategie: Strategie zur Verwirklichung neuer Geschäfte, d. h. zur Überwindung von Markteintrittsschranken 
Marktsegmentierung: Aufteilung des Gesamtmarktes nach bestimmten Kriterien in Käufergruppen bzw. -segmente, wobei diese hinsichtlich ihres Kaufverhaltens innerhalb eines Segmentes möglichst ähnlich und die Segmente untereinander möglichst unähnlich (heterogen) sein sollen. So werden Unterschiede zwischen den Käufern aufgedeckt, um daraus Schlussfolgerungen für segmentspezifische Marketingmaßnahmen zu ziehen 
Meilensteinplanung: In einem Meilensteinplan werden die Zeitpunkte für Ereignisse, z.B. der Abschluss einer Projektphase oder Aufgabe, festgehalten. Er dient der Darstellung der Projektlaufzeit und der zeitlichen Anordnung der Vorgänge. 
Mittelflussrechnung: siehe Cash-flow 
Net Present Value (NPV): Nettowert eines zukünftigen Vermögenswerts, z. B. eines Cash-flows, aus gegenwärtiger Sicht – Antwort auf die Frage: Wie viel ist ein zukünftiger Geldbetrag heute wert? 
Nettoerfolg: Gewinnsaldo nach Bezahlung aller Ausgaben und Steuern 
Normal Case: Annahme des nach bestem Wissen und Gewissen wahrscheinlichsten Geschäftsszenarios („Normalfall“), oft auch „Base Case“ genannt 
Operativer Ertrag: Gewinn aus üblicher Geschäftstätigkeit des Unternehmens (Jahresergebnis abzüglich außerordentlichem Ergebnis) 
Passiva: Summe aller Posten auf der Passivseite einer Bilanz, beschreibt die Mittelherkunft/Kapitalquellen eines Unternehmens (Eigenkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten) 
Patent: Rechtsschutz von geistigem Eigentum; geschützt werden können Produkte, aber auch Verfahren; in diesem Falle unterstehen auch die unmittelbar mit diesem Verfahren hergestellten Produkte dem Patentschutz; ein Patent kann man selbst nutzen oder als Lizenz an Dritte weitergeben 
Proof of concept: Ein Proof of Concept (zu deutsch: Machbarkeitsnachweis, Machbarkeitsstudie) ist ein Meilenstein, an dem die prinzipielle Durchführbarkeit eines Vorhabens belegt ist. In der Regel ist mit dem Proof of Concept meist die Entwicklung eines Prototyps verbunden, der die benötigte Kernfunktionalität aufweist. Mittels eines Proof of Concept können Risiken in der Entscheidung minimiert werden. In der Regel stehen folgende Argumente im Vordergrund: Risikominimierung für Entscheidungsgrundlagen und Budget Validierung kritischer Anforderungen an die Anwendung Akzeptanztest der Anwendung in Zusammenarbeit mit Herstellern und Partnern  
Rendite: Jährlicher Gesamtertrag eines angelegten Kapitals, meist in Prozent des angelegten Kapitals ausgedrückt. 
Rentabilität: Verhältnis einer Erfolgsgröße zu eingesetztem Kapital einer Rechnungsperiode; beide Größen werden bilanziell gemessen 
Schutzrecht: Ein Schutzrecht ist ein vom Staat vergebenes, zeitlich begrenztes Monopol. Schutzrechte sind dem Urheberrecht ähnlich, dessen Umfang und Schutzdauer jedoch wesentlich ausgeprägter ist. Die Schutzrechte schützen wissenschaftliche, künstlerische und wirtschaftliche Leistungen, die nicht individuell entstanden sind und deshalb nicht urheberrechtlich vor unrechtmäßigen Eingriffen durch Dritte bewahrt werden können. Die Schutzrechte sind die bei den Patentämtern eingetragenen bzw. hinterlegten Patente, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster und Marken sowie das nicht eingetragene Urheberrecht (Copyright). 
Seed-Phase: Ausreifung und Umsetzung einer Geschäftsidee in verwertbare Ergebnisse 
Selbstkosten: Summe aller durch den betrieblichen Leistungsprozess entstandenen Kosten bei der Gütererstellung; in Fertigungsbetrieben setzen sie sich z. B. aus den Kosten des Material, Fertigungs-, Entwicklungs- und Entwurfs-, Verwaltungs- und Vertriebsbereichs zusammen 
Shareholder Value: ermittelter Unternehmenswert (z. B. durch die Discounted Cash-flow-Methode), vermindert um die eventuell zu übernehmenden Schulden des Unternehmens; der Shareholder Value ist nicht nur ein Grenzwert für die Unternehmensbewertung, sondern vor allem der Begriff für wertorientiertes Management 
Soft Money: Kapital, für welches kein Renditezwang besteht; wird meistens von Familie, Bekannten, Staat oder Stiftungen zur Verfügung gestellt
Spin-off: Ausgliederung eines Geschäftsbereiches aus einem bestehenden Unternehmen; das Spin-off hat den Vorteil, dass es geschäftlich unabhängig ist, Kapital auf dem freien Markt suchen und außerhalb des Mutterunternehmens kreatives Potenzial besser nutzen kann 
Start-up: Phase direkt nach der Gründung eines Unternehmens, oft auch Bezeichnung für ein junges Wachstumsunternehmen (ein „Start-up“) 
Stückkosten: sind die Durchschnittskosten, hierfür werden die Gesamtkosten durch die Ausbringungsmenge geteilt, beinhalten fixe und variable Kosten einer Einheit 
Substanzwertverfahren: Methode zur Ermittlung des Unternehmenswertes, Grundlage der Berechnung ist der aktuelle Wert des Unternehmensvermögens abzüglich aller Verbindlichkeiten 
Substitute:
andersartige Produkte, die das gleiche Kundenbedürfnis befriedigen 
SWOT: (engl. Akronym für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Gefahren))  
Tilgung: einmalige oder regelmäßige Ab- bzw. Rückzahlung einer Verbindlichkeit in Form von Teilbeträgen; Höhe und Fälligkeit der Tilgungsraten sind bei der Finanzplanung durch Aufstellung eines Tilgungsplanes zu berücksichtigen 
Umlaufvermögen: der auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesene Teil der Vermögensgegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen 
Umsatz: sämtliche Einnahmen oder Erlöse, die aus dem Verkauf von hergestellten Produkten oder erbrachten Dienstleistungen entstehen 
Umsatzrentabilität: Verhältnis der Erfolgsgröße Umsatz zum eingesetzten Kapital einer Rechnungsperiode. Beide Größen werden bilanziell gemessen 
Unique Selling Proposition (USP): siehe Alleinstellungsmerkmal 
Unternehmensziele: Die der unternehmerischen Betätigung zugrunde liegenden Zielsetzungen, Grundlage der Analyse und Erklärung unternehmerischer Verhaltensweisen.  
Urheberrecht: siehe Copyright 
Variable Kosten: veränderliche Kosten (Direct Costs), Bezeichnung für den Teil der Gesamtkosten, dessen Höhe vom Beschäftigungsgrad des Betriebes abhängig ist, z. B. Einzelmaterialkosten, Fertigungslöhne usw. 
Venture Capital (Wagniskapital): finanzielle Beteiligung von Investoren an jungen, wachstumsstarken Unternehmen; durch die Zuführung des Geldes zum Eigenkapital erwirbt der Kapitalgeber Eigentumsrechte 
Venture-Capital-Gesellschaften: auf Wachstumsbranchen spezialisierte Investoren, die jungen Unternehmen Wagniskapital geben und sie in den ersten Jahren betreuen 
Vergleichsverfahren: Versuch, eine gleichmäßige und geordnete Befriedigung der Gläubiger bei Insolvenz eines Unternehmens zu erreichen 
Verkaufsförderung: Als Verkaufsförderung (Sales Promotion) werden innerhalb der Kommunikationspolitik des Marketings alle zeitlich befristeten Aktivitäten mit Aktionscharakter zusammengefasst, die der Aktivierung der Marktbeteiligten (Vertriebsorgane, Händler, Kunden) zur Erhöhung von Verkaufsergebnissen dienen und andere Marketing-Maßnahmen unterstützen. „Während Werbung einen Kaufgrund gibt, bietet Verkaufsförderung einen Anreiz, den Kaufakt zu vollziehen oder voranzutreiben.“ (Kotler/Bliemel 2004) Verkaufsförderung kann an Verbraucher, an den Außendienst sowie an den Handel gerichtet werden. Je nach Adressat differiert auch die Erscheinungsform der Verkaufsförderung, wobei zwischen kurz- und langfristiger Verkaufsförderung unterschieden werden kann. 
Vertrieb: Planung, Implementierung und Kontrolle des Transports der Produkte und Dienstleistungen vom Ausgangspunkt bis zum Kunden 
Vertriebskanal: physischer Weg, auf dem ein Produkt vom Unternehmen zu den Kunden gelangt; es gibt verschiedene Formen: Direktvertrieb, Einzelhandel, Agenten, Franchising, Großhändler 
Win-Win-Situation: Situation, in der alle Beteiligten gewinnen oder aus der alle Beteiligten einen gerecht verteilten Nutzen ziehen 
Worst Case: Annahme eines Geschäftsszenarios mit Einberechnung mehrheitlich ungünstiger Ereignisse/Verläufe („ungünstigster Fall“)